Archiv für Dezember 2009

Avatar Beta – Logistikpanne vermasselt den Start, aber DRM steht am Pranger.

Freitag, 18. Dezember 2009
Und wieder schlagen die Wellen hoch. Die häufigsten Überschrift lautet: DRM Chaos. Tatsächlich scheint die Ursache, dass in einigen Kinos der Film aber brav von James Cameron nicht in 3D gezeigt werden konnte, daran gelegen hat, dass die Festplatte, auf denen der Film geliefert wird, nicht entschlüsselt werden konnte. Der Filmverleih hatte wohl einfach aufgrund einer Datenpanne die falschen Schlüssel geliefert. Zudem ist es dann wohl in der kurzen Zeit nicht mehr gelungen, dieses Problem zu beheben.
Das alles ist natürlich mehr als peinlich, hat aber mit dem DRM (häufige Übersetzung: digitales Restriktions Management) an sich überhaupt nichts zu tun. Irgendjemand in der logistischen Kette hat wohl einfach Mist gebaut.
Und unsere lieben Meinungsbildner im Netz, allen voran der Dinosaurier Heise online, nutzen diese zugegebenermaßen maßgerechte Vorlage, um DRM an den Pranger zu stellen. Natürlich funktioniert das, obwohl die Berichterstattung im Großen und Ganzen sachlich ist und auch nicht verschweigt, dass das Problem mittlerweile wohl behoben ist und die eigentliche Premiere des Films nicht belasten wird. Aber heutzutage reicht ja schon die richtige Überschrift, um die gewünschten Kommentare los zu treten.
Seit 14 Jahren soll James Cameron ja wohl an seinem Werk gebastelt haben – und jetzt dies. Es erinnert mich irgendwie an jemanden in der ehemaligen DDR, der nun endlich nach vierzehnjähriger Lieferzeit seinen Trabbi bekommt. Der Mensch, der das Gefährt ausliefert, versichert glaubhaft, dass der Trabbi ein ganz wunderbares Auto ist und ganz toll fährt – aber leider hat er den falschen Schlüssel dabei, sodass er den Beweis schuldig bleiben muss. Dumm gelaufen.
Das die Leute versuchen, ihr Produkt vor unberechtigten Zugriff zu schützen, kann ihnen wohl nicht zum Vorwurf gemacht werden. Vorwerfen lassen müssen sich viele aber, dass sie uns immer wieder insbesondere in der digitalen Welt unausgereifte Dinge zumuten. Hier mag das wohl wieder genauso gewesen sein: mögliche Fehler egal welcher Art bei der Vorpremiere wurden in Kauf genommen, um sicherzustellen, dass die eigentliche Premiere reibungslos läuft.

Und wieder schlagen die Wellen hoch. Die häufigste Überschrift lautet: DRM Chaos. Tatsächlich scheint die Ursache, dass in einigen Kinos der Film Avatar von James Cameron nicht in 3D gezeigt werden konnte, daran gelegen zu haben, dass die Festplatte, auf denen der Film geliefert wird, nicht entschlüsselt werden konnte. Der Filmverleih hatte wohl einfach aufgrund einer Datenpanne die falschen Schlüssel geliefert. Zudem ist es dann wohl in der kurzen Zeit nicht mehr gelungen, dieses Problem zu beheben.

Das alles ist natürlich mehr als peinlich, hat aber mit dem DRM (häufige Übersetzung: digitales Restriktions Management) an sich überhaupt nichts zu tun. Irgendjemand in der logistischen Kette hat wohl einfach Mist gebaut.

Und unsere lieben Meinungsbildner im Netz, allen voran der Dinosaurier Heise Online, nutzen diese zugegebenermaßen tolle Vorlage, um DRM an den Pranger zu stellen. Natürlich funktioniert das, obwohl die Berichterstattung im Großen und Ganzen sachlich ist und auch nicht verschweigt, dass das Problem mittlerweile wohl behoben ist und die eigentliche Premiere des Films nicht belasten wird. Aber heutzutage reicht ja schon die richtige Überschrift, um die gewünschten Kommentare los zu treten.

Seit 14 Jahren soll James Cameron ja wohl an seinem Werk gebastelt haben – und jetzt dies. Es erinnert mich irgendwie an jemanden in der ehemaligen DDR, der nun endlich nach vierzehnjähriger Lieferzeit seinen Trabbi bekommt. Der Mensch, der das Gefährt ausliefert, versichert glaubhaft, dass der Trabbi ein ganz wunderbares Auto ist und ganz toll fährt – aber leider hat er den falschen Schlüssel dabei, sodass er den Beweis schuldig bleiben muss. Dumm gelaufen.

Das die Leute versuchen, ihr Produkt vor unberechtigtem Zugriff zu schützen, kann ihnen wohl nicht zum Vorwurf gemacht werden. Vorwerfen lassen müssen sich viele aber, dass sie uns immer wieder insbesondere in der digitalen Welt unausgereifte Dinge zumuten. Hier mag das wohl wieder genauso gewesen sein: mögliche Fehler egal welcher Art bei der Vorpremiere wurden in Kauf genommen, um sicherzustellen, dass die eigentliche Premiere reibungslos läuft.

Dass einige Kommentatoren sich in diesem Zusammenhang die alten Zeiten der Filmrolle wieder zurück wünschen, kann ja wohl nicht Ihr Ernst sein. Gerade die dies schreiben, wissen genau, dass es noch nie so einfach gewesen ist wie heute, Filmmaterial zu transportieren und vorzuführen. Wahrscheinlich haben sie parallel zum Schreiben ihres Kommentars Automaten am Werk, die Dinge aus dem Internet laden, deren Besitz und Eigentumsrecht gelinde gesagt unklar ist. Außerdem kann ich mich sehr wohl an Zeiten erinnern, in denen zur Filmpremiere Filmrollen mit Panzerwagen in die Kinos geliefert worden sind.

Meiner Meinung ist DRM richtig und notwendig. Über die Vorgehensweise zur Implementierung kann man streiten.

Dass man seine Produkte wirkungsvoll schützen und trotzdem im Markt sehr erfolgreich sein kann, beweist Apple nun schon seit Jahren. Erst mit der Kombination aus iPod und dem Musikladen iTunes und dann mit den Anwendungen für das iPhone. Auch hier hat es böses Blut und Pannen gegeben, aber der Erfolg zeigt, dass sich die Nutzer letztlich langfristig doch nur durch die Qualität des Produkts beeindrucken lassen.

Bleibt zu hoffen, dass der Film Avatar wenigstens in Sachen 3D (inhaltlich soll er ja nicht so berühmt sein) überzeugt.

Mumpf der deutschen Sprache? Offener Brief an Günter Grünwald.

Donnerstag, 17. Dezember 2009

Sehr geehrter Herr Grünwald,

als regelmäßiger Zuschauer ihrer “Spät-Nachts-Show” im bayerischen Fernsehen ”Grünwald Freitags Komödie” (alltagssprachlich Grünwald Freitagscomedy) habe ich gestern mit Genugtuung zur Kenntnis genommen, dass der Verein Deutsche Sprache (VDS) Sie offensichtlich in ihrem heldenhaften Kampf gegen den Mumpf der deutschen Sprache unterstützt: das schreckliche Wort SALE ist zum Unwort des Jahres 2009 gewählt worden. Meinen herzlichen Glückwunsch zu diesem grandiosen Erfolg.

Auch auf dem zweiten Platz landete ein Begriff, den sie immer wieder mit kritischen Bemerkungen zu Leibe rückten: Öko LSD. Durch entsprechendebegleitende Gesten und ihre Mimik haben sie im Zusammenhang mit diesem Begriff ihr möglicherweise sogar körperliches Unwohlsein deutlich gemacht. Auch hier spende ich Ihnen Beifall.
Kommen wir zum dritten Platz: Kompilieren. Hier erscheint mir allerdings ihr Engagement noch etwas zu gering zu sein. Oder haben Sie da mit ihren Kollegen und Kolleginnen im Stillen gewirkt: so wie es aussieht scheinen im VDS ja einige Menschen Mitglied zu sein, die diesem Berufsstand des Komikers (so der VDS Vorschlag für den deutschen Begriff) angehören. Wenn dem so ist, dann ziehe ich auch vor dieser gelungenen Aktion den Hut.
Gespannt bin ich jetzt jedoch, wie sie mit dem Namen ihrer frei täglichen Sendung umgehen werden. Vielleicht wäre freitags Spaß ja keine schlechte Idee. Den haben wir jedenfalls immer beim zuschauen.
Für das Jahr 2010 wünsche ich Ihnen jedenfalls jetzt schon viel Kraft und Mut für den weiteren Kampf gegen den Bund der deutschen Sprache.

Auch auf dem zweiten Platz landete ein Begriff, dem Sie immer wieder mit kritischen Bemerkungen zu Leibe rückten: Hypo Real Estate. Durch entsprechende begleitende Gesten und Mimik haben sie dabei Ihr möglicherweise sogar körperliches Unbehagen deutlich gemacht. Auch hier spende ich tosenden Beifall.

Kommen wir zum dritten Platz: Comedian. Hier scheint mir allerdings ihr Engagement gering zu sein. Oder haben Sie da mit ihren Kollegen und Kolleginnen im Stillen gewirkt: so wie es aussieht scheinen im VDS ja einige Menschen Mitglied zu sein, die diesem Berufsstand des Komikers (so der Vorschlag für den deutschen Begriff) angehören. Wenn dem so ist, dann ziehe ich vor dieser gelungenen Aktion den Hut.

Gespannt bin ich jetzt, wie sie mit dem Namen ihrer freitäglichen Sendung umgehen werden. Vielleicht wäre “Freitags Spaß” ja keine schlechte Idee. Den haben wir jedenfalls immer beim Zuschauen.

Für das Jahr 2010 wünsche ich Ihnen jedenfalls jetzt schon viel Kraft und Mut für den weiteren Kampf gegen den Mumpf der deutschen Sprache.

Mit komischen Grüßen

Ein Verehrer

Hintergrund: Der Komiker Günter Grünwald und sein Wirken

.co.de — versuchen kann man es ja mal.

Montag, 14. Dezember 2009

Es geschah Anfang Dezember 2009:

Die Websuche Search Technology GmbH & Co. KG aus Osnabrück hatte sich seinerzeit co.de registriert. Jetzt hat sie sich was ganz tolles überlegt und dazu wohl Domaininhaber reihenweise angeschrieben:

“Für 99€ im Jahr gibts bei uns eine Subdomain (hach wie lustig) nach der Methode meine-firma.co.de”

Da sind die Wellen im Lande aber sofort hochgeschlagen.

Bei Basic Thinking konnte man wohl sehr frühzeitig darüber nachlesen. Reihenweise liefen dann dort auch im Minutentakt Kommentare von ach so Betroffenen ein.

Als ungefähr 50. hatte ich dann auch Meine Meinung :

Ich finde es richtig, dass auf ein solch mindestens ärgerliches Vorkommen auf die hier gezeigte Art “postwendend” berichtet wird. Natürlich sollten Menschen mit Verantwortung versuchen andere vor einer solchen Abzocke zu bewahren. Fraglich ist, ob die erreicht werden???

Aber für diese tw. große Aufregung in den Kommentaren habe ich wenig Verständnis. Viele von den hier Kommentierenden versuchen ja auch mit ihrem Webauftritt Geld zu verdienen – da muss man in Sachen Werbeeinspielung usw. tw. auch einiges ertragen, wenn einem der Seiteninhalt selbst was wert ist. Ist für mich aber ok.

Jeder denkende Mensch (und die, die eine Domain registriert haben sollten normalerweise dazugehören) sollte in der Lage sein, ein solches Angebot nach Kosten/Nutzen zu bewerten und es dann konsequenterweise wegwerfen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es viele gibt, die in einem zusätzlichen .co einen Mehrwert erkennen.

Diese Aktion ist wiedermal ein Beispiel für die Kreativität von Menschen, die Geld verdienen wollen. Aber allenfalls zwielichtig sind m.E. Form und Inhalt des Anschreibens und des Antwortfaxes (wir werden ja hoffentlich von Andre’s Anwalt was hier lesen: #45 und danke für den Text #46).

Da hier nicht die übliche Oma über den Tisch gezogen werden soll, gehe ich davon aus: außer Spesen nichts gewesen.

…. und das ist gut so.

Und noch ein dickes Lob für Basic Thinking: Ein Statement vom Anwalt wurde beigebracht (ist aber eher ernüchternd …)

Hallo Welt!

Montag, 14. Dezember 2009

Ich habe keine Lust mehr, mich nur im Stillen zu ärgern, wenn ich etwas höre, sehe oder lese.

Ich habe auch keine Lust mehr, irgendwo nur meine Kommentare zu hinterlassen (bei denen ich mir häufig auch wirklich Mühe gebe).

Was mich ärgert oder was mir gefällt werde ich ab jetzt auch hier aufschreiben.

Ausgangspunkt wird immer etwas sein, was jemand anderes sich überlegt und zum Besten gegeben hat. Ich werde ggf. auch an der Quelle kommentieren – soviel Respekt muss sein. Hier werde ich aber nichts aufschreiben, was einfach nur meinem ahnungslosen Geist entspringt.

Hier eben nur: Meiner Meinung …